Der Dritte der Bayernliga war zu stark für den TSV Friedberg. Trotz einer ansprechenden ersten Hälfte verloren die Handballer ihr Heimspiel gegen die TG Landshut mit 29:35 (16:15). Sorgen macht die Verletzung von Mitte György Szouszki.

Wie es gehen kann gegen die Niederbayern, zeigte der TSV in den ersten 20 Minuten. Da stand die 6 – 0 – Abwehr ausgezeichnet gegen den schnellen und wurfstarken Rückraum der TG. Vor allem der Innenblock mit Fabian Abstreiter und Alexander Prechtl hielt da richtig gut dagegen, aber auch die Mitspieler rückten meist rechtzeitig heraus und bearbeiteten die körperlich überlegenen Gäste stark. Darum hatte die beste Offensive der Bayernliga einige Schwierigkeiten, Friedberg führte nach zehn Minuten mit 5:3.

In dieser Phase gaben die Gastgeber sogar noch eine höhere Führung aus der Hand. Zwei Konter nach Ballgewinnen und ein Siebenmeter führten nicht zu Toren. Gerade, als Landshut noch stark zu kämpfen hatte mit der Defensive der Friedberger, wäre ein höheres Polster wichtig gewesen.

Noch war Friedberg nach 20 Minuten beim 9:8 vorne. Wieder vergaben die Herzogstädter jedoch einen Konter, und langsam hatte sich die TG besser auf ihre Positionsangriffe eingestellt. Dank der starken Aktionen von Fabian Abstreiter, der insgesamt elf Tore schaffte, war Friedberg zur Pause aber mit 16:15 vorne. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre ein noch höherer Vorsprung möglich gewesen.

Friedberg gab dieses Spiel dann aber rasch aus der Hand. Vier technische Fehler in vier Minuten ließen Landshut nach dem Wiederbeginn ohne große Mühe auf 19:17 wegziehen. Scholz gelang mit einer starken Einzelaktion nochmals das 19:19, dann schlug aber das Verletzungspech zu. Friedberg verlor beide Mittespieler, Timo Riesenberger blieb nach einem Schlag auf den Solarplexus die Luft weg. Schlimmer erwischt hat es wohl György Szouszki, der unter großen Schmerzen mit einer Schulterverletzung raus musste.

Nach dem 20:21 setzte sich Landshut relativ ungefährdet auf drei bis vier Tore ab. Bis zum 28:31 in der 56. Minute machte zumindest der Spielstand noch leichte Hoffnungen auf eine Wende, doch die schwache Friedberger Abwehr sollte dies nicht mehr zulassen. Nach dem starken Auftakt fehlte jetzt hinten komplett der Zugriff, diese Partie verlor der TSV definitiv in der Abwehr. Mit dem 29:35 (16:15) gegen Landshut setzte es bereits die vierte Niederlage im sechsten Heimspiel der Bayernliga.

Trainerin Christina Seidel war enttäuscht: „Man hat gemerkt, dass wir die wichtigen Abgänge in der Abwehr noch nicht langfristig kompensieren können. Eine Halbzeit lang haben wir gut verteidigt, doch im zweiten Durchgang hat unsere Defensive den Ansprüchen nicht mehr genügt. Hoffentlich sind die Verletzungen bei unseren Mittespielern nicht zu schlimm.“

Dorsch; v. Petersdorff; Häusler; Okyere; Knittl (3); Szouszki (1); Kaulitz (5); Müller (1); Riesenberger (2); Tischinger (2); Abstreiter (11/2); Scholz (3); Prechtl (1).

 

Domenico Giannino